Jüngste
Tests belegen, daß die Solarkollektoranlagen mittlerweile
einen hohen Reifegrad erreicht haben, der einen zuverlässigen
Betrieb ermöglicht. Man rechnet mit technischen Lebensdauern
von 20 Jahren.
Trotzdem gibt es weitere technische Verbesserungsmöglichkeiten
und Kostensenkungspotentiale. Durch den Einsatz neuer
selektiver Schichten, kann die Abstrahlung verringert und
damit der Wirkungsgrad erhöht werden. Zudem sind diese
selektiven Schichten umweltfreundlicher als die bisher
benutzten galvanischen Beschichtungen aufzubringen und zeigen
sich auch unempfindlicher gegenüber mechanischen Einflüssen
oder hohen Temperaturen.
Bei Flachkollektoren können die Transmissionsverluste durch
die Abdeckungsverglasung mit Hilfe besonderer Oberflächenbehandlungen
reduziert werden. Niedrigere Durchflußraten durch den
Kollektor erlauben den Einsatz von Zu- und Ableitungen mit
geringerem Durchmesser, dadurch können dünnere
Rohrisolierungen eingesetzt und damit der Materialaufwand
erheblich reduziert werden. Um die Kosten weiter zu mindern,
geht der Trend zu immer größeren Einzelmodulen. Die
Montagetechnik auf dem Dach wird vereinfacht. Dies geht
soweit, daß die Kollektoren die konventionelle Dachhaut, also
z.B. Dachpfannen und -sparren, komplett ersetzen, so daß die
Kosten für die Dachpfannen und Teile des Dachstuhls
eingespart werden können. Regelung und Pumpen werden in
vormontierten, integrierten Baugruppen geliefert, ebenso
werden lötfreie Rohrverbindungen angeboten, so daß die
Montage vor Ort erheblich vereinfacht ist.
Insgesamt sind über 300.000 Ouadratmeter Kollektoren
auf österreichischen Dächern installiert, die 90 GWh Wärme für
Raumwärme und Warmwasser bereitstellen. Dies entspricht zwar
erst 1 Promille des Gesamtbedarfs, doch der Markt für
Kollektoren ist in den letzten Jahren kontinuierlich um 20-
30% pro Jahr gewachsen. Abschätzungen haben gezeigt, daß 120km² Dachfläche, daneben auf weiteren überbauten Flächen
und an Fassaden weitere 110 km² für den Einsatz von
Solarkollektoren und Solarzellen geeignet sind.
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